Archiv ‘Vorträge’
Vom “sweet point” zur “sweet area”
Wenn im Mai angehende Tonmeister in der Neuen Aula an der Hochschule für Musik in Detmold ihr Ohr schulen, können sie das nunmehr auch ohne visuelle Hilfen trainieren. Die Installation eines WFS- Raumklangsystems macht es möglich. Geschäftsführer von sonic emotion Renato Pellegrini stellte in seinem Panel auf dem Media Systems Congress Prinzip, Wirkungsweise und Aufbau einer solchen Installation vor, mit der sowohl eine genaue räumliche Lokalisierung und Abbildung von Punktschallquellen möglich ist, aber auch verschiedene Klangräume identisch nachgebildet werden können. Selbst im Customer-Bereich sind Anwendungen dieses Prinzips geplant, das dann auch mit deutlich weniger als den 400 in Detmold verbauten Speakern auskommen dürfte. Mehr dazu im Interview:
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Die Theorie und Praxis der Fliegenden Bauten

Nach der Einführungsveranstaltung zu Fliegenden Bauten ging es im zweiten Vortrag zum Thema vor allem noch einmal um die Theorie und Praxis der beiden “Hauptprobleme” Fliegender Bauten: Baurecht und Wind. Während sich Jan Keppler, leitender Ingenieur im Büro von Ralf-Harald vom Felde, mit der rechtlichen Seite von Fliegenden Bauten beschäftigte und dabei die Anforderungen nach LBO und die Sicherheitsniveaus besprach, widmete sich Frank Bastians, Ingenieur und Mitgründer vom Büro Krasenbrink + Bastians, im zweiten Teil des Vortrag den Windlasten.
Keppler betonte bei den Rechtsfragen noch einmal, dass in Zweifelsfällen (die bei Fliegenden Bauten eher häufiger vorkommen, weil “es nicht so viele Statiker gibt, die sich mit Fliegenden Bauten auskennen”) “der Mann vom Bauamt immer Recht hat” (Keppler), aber häufig in Einzelfällen gemeinsame Lösungen gefunden werden können. » weiterlesen…
How to record a record
Hmm, 4×12er oder Combo, Ibanez-Flitzeklampfe für Mark-Knopfler-Trademark-Sounds oder doch lieber die Vintage-Strat ausborgen, Modulationseffekte direkt oder als Effektspur recorden, SM 57 vor die Kalotte oder doch eher das Großmembran? Grundlegende Fragen zum optimalen Recorden von Gitarrensounds handelte ein Workshop der SAE ab. Und da es sich dabei wirklich um ein studioproduktionstechnisches heißes Eisen handelt, war der Andrang in Halle 4 auch dementsprechend groß.

5 vor 12 - Drahtlosfrequenzen am Ende?
Nicht nur dunkle Wolken, ganze Horizonte, die sich da finster auftürmen. Denn die digitale Welt mit DVB-T und Handyfernsehen braucht zukünftig Frequenzen, die momentan noch für Drahtlosstrecken im VA-Bereich genutzt werden. Und da das Spektrum bekanntlich begrenzt ist, die Bundesregierung gern diese Frequenzen versteigern möchte und jeder ein Stück vom Kuchen bekommen möchte, steht es nicht allzu gut um die “VFG 91/2005″, jene “Allgemeinzuteilung von Frequenzen für drahtlose Mikrofone für professionelle Nutzungen in den Frequenzbereichen 790-814 und 838-862 MHz”, die bis 2015 eigentlich das Betriebsumfeld für Drahtlosstrecken regeln sollte.
Denn wenn alles schiefläuft, kann es ab Anfang Mai 2009 recht eng für den Betrieb von Drahtlosmirkofonen, In-Ear-Monitorings oder Kamerabildübertragungen werden. Dann tagen nämlich die Gesetzesvertreter über die Aufweichung der Allgemeinzuteilung. Was das für den kulturellen Raum bedeutet, man denke nur an Musicals, Theateraufführungen, Open-Airs, Fußballübertragungen oder Talk-Shows, wurde jedem Teilnehmer im Panel “Drahtlos am Ende?” von Bruno Marx auf dem Prolight + Sound Forum (H 9.2, Raum Dialog) vor Augen geführt. Weitere Infos dazu auf der Homepage von APWPT. Und im Interview mit Bruno Marx, das in Kürze hier erscheint.
Von der Licht- zur Mediensteuerung
René Berhorst von MA Lighting International (rechts im Bild) und Sebastian Fecke von der Lightpower GmbH (links im Bild) referierten heute Morgen als eine der Ersten im Programm des Media Systems Kongresses über Möglichkeiten und Anforderungen moderner Video- und Steuerungstechnologien an der Schnittstelle von Licht- und Videowelten.
Sie schlugen dabei gekonnt den Bogen von der schönen alten analogen hin zur heutigen Welt, in der sich die Anforderungen an die Lichtpulte und -designer extrem geändert haben, wie Fecke verdeutlicht. Denn „wir leben heute in so genannten Lichtwelten“, wie Berhorst sie nennt. » weiterlesen…
Kuppelhallen vs. Schuhkästen
Das Stadion von Ajax Amsterdam besitzt eine Nachhallzeit von 13 Sekunden, im Kölner Dom hallt das von einer Schallquelle produzierte Wellensignal sogar 18 Sekunden nach. Das mag in Fußballstadien vorteilhaft sein, wenn nur wieder die Hälfte der Eintrittskarten verkauft wurde (dann entsteht nämlich dennoch der Eindruck eines voll besetzten Hauses), für die Sprachverständlichkeit sind solche Hallfahnen jedoch tödlich. Hinzu kommt seit September 2007 eine neue Brandschutznorm, die einen messbaren Mindestwert der Sprachverständlichkeit (Q > 0,7) für Beschallungsanlagen vorgibt. Was in quaderförmigen Räumen - besagten Schuhkartons - noch recht gut realisierbar ist, stößt in Kuppelhallen, Kirchen oder Konzertsälen mit komplexer Geometrie schnell an die Grenzen unaufwändiger Messungen und Berechnungen. Wie in solch schwierigen akustischen Räumen annehmbare Nachhallzeiten bei optimaler Sprachverständlichkeit realisiert werden können, erläuterte Klaus-Hendrik Lorenz-Kierakiewitz (Peutz) in seinem sehr gelungenen Vortrag.
IT-Netzwerke verstehen - Livemitschnitt vom Vortrag
Wie versprochen, stellen wir hier den kompletten Audiomitschnitt des Referates von Uwe Geisler zur Verfügung. Und der Clou: die Präsentation zum Mitklicken!
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