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Die Theorie und Praxis der Fliegenden Bauten


Donnerstag, 2. April 2009

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Nach der Einführungsveranstaltung zu Fliegenden Bauten ging es im zweiten Vortrag zum Thema vor allem noch einmal um die Theorie und Praxis der beiden “Hauptprobleme” Fliegender Bauten: Baurecht und Wind. Während sich Jan Keppler, leitender Ingenieur im Büro von Ralf-Harald vom Felde, mit der rechtlichen Seite von Fliegenden Bauten beschäftigte und dabei die Anforderungen nach LBO und die Sicherheitsniveaus besprach, widmete sich Frank Bastians, Ingenieur und Mitgründer vom Büro Krasenbrink + Bastians, im zweiten Teil des Vortrag den Windlasten.

Keppler betonte bei den Rechtsfragen noch einmal, dass in Zweifelsfällen (die bei Fliegenden Bauten eher häufiger vorkommen, weil “es nicht so viele Statiker gibt, die sich mit Fliegenden Bauten auskennen”) “der Mann vom Bauamt immer Recht hat” (Keppler), aber häufig in Einzelfällen gemeinsame Lösungen gefunden werden können.

PLS 2009 Bastians ging in seinem Vortrag vor allem auf die veränderten Bedingungen ein, die sich durch die Einführung der vier Windlastzonen und die aktuelle Windlastnorm-Verordnung DIN 1055-4 in Deutschland für die Konstruktion und den Betrieb von Fliegenden Bauten ergeben. Diese verschärften Windlastnormannahmen haben zur Folge, dass beispielsweise “bestehende Bauten nur noch auf ca. 95 Prozent von Deutschland aufgebaut werden dürfen, da die anderen fünf Prozent in die neuen Windzonen 3 und 4 für Küsten und Inseln fallen und den Nachweis statischer Nachträge erfordern”.

Bastians und Keppler gingen in der anschließenden offenen Diskussion mit den Teilnehmern des Forums aufgrund der großen Nachfrage vor allem auf die europäischen Normen ein, die im Vortrag so nicht thematisiert worden waren. Für uns fasst Bastians die Situation so zusammen: “Bei der europäischen Norm bin ich mir nicht sicher, dass sie irgendwann kommen wird, ich werde nicht spekulieren wann sie kommen wird, weil die Ungenauigkeiten und Ungereimtheiten in dieser Norm momentan noch so groß sind, dass es zwei Jahre sein können, es können aber auch noch sechs oder sieben Jahre sein.”

Weitere Infos zum Thema halten die Websiten der beiden Ingenieurbüros bereit: www.vom-Felde.de und www.krasenbrink-bastians.de

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